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- Behandlungsmethoden
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Vor Behandlungsbeginn wird der Patient/die Patientin
hauptsächlich durch eine ausführliche Befragung, Pulstasten und Zungenbetrachtung untersucht. Dies dauert ca. 45 Minuten. Daraus wird eine Diagnose gemäß der chinesischen medizinischen Theorie gestellt. Danach werden die Akupunkturpunkte ausgewählt bzw. die Zusammensetzung eines Rezeptes aus verschiedenen
Kräutern festgelegt.
Eine Akupunktursitzung dauert ca. eine Stunde. Dabei
ist wichtig:
--- die Reaktion der Patienten auf jeden
Einstich genau zu beobachten,
um die Aktivierung des Körpers sicherzustellen.
Nach dem ersten
Stich bleiben die Nadeln zuerst im Körper. Vor der Entfernung werden
sie inzwischen noch zweimal bewegt, um den Körper zusätzlich zu
stimulieren.
--- möglichst alle Beschwerden , wie z. B.
Kopfschmerzen, Schlafsstörung
und Verstopfung gleichzeitig zu behandeln (nach dem Ganzheitsprinzip
der chinesischen medizinischen Theorie besteht in vielen Fällen ein
Zusammenhang zwischen den verschiedenen
Beschwerden).
--- nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern
auch die Ursache der
Erkrankung zu bekämpfen und die Funktionen der Organe, die allgemein
durch die Krankheit geschwächt sind, wieder zu stärken.
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Ebenfalls nach dem Ganzheitsprinzip werden aus
mehreren hundert verschiedenen Kräutern ca. 10 bis 15 ausgewählt und zu
einem Kräuterrezept zusammengesetzt, sodass die Symptom- und die
Basisbehandlung gleichzeitig berücksichtigt werden. Die Zusammensetzung wird
von Zeit zu Zeit entsprechend der Krankheitsentwicklung modifiziert. Durch Akupunktur wird
lediglich die Funktion der Selbstregulation des Körpers stimuliert und in
Gang gesetzt. Der Körper versucht, die Beschwerden aus eigener Kraft zu
überwinden. Dass diese Behandlung nicht mit Nebenwirkung verbunden ist, ist
einleuchtend. Falls die Erkrankung schwerwiegend, hartnäckig oder der
Patientenzustand zu schwach ist, sodass diese nicht aus eigener Kraft
überwunden werden kann, ist es sinnvoll, Akupunktur mit einer
Kräutertherapie mit relativ armer Nebenwirkung zu kombinieren. Die
Kombination der eigenen Heilungskraft mit einer Zusatzhilfe von außen bietet
daher eine optimale Behandlung.
Die Akupunktur-Behandlung kann auch mit elektrischer Stimulation, Schröpfen
und Moxibustion kombiniert werden. Bei der Kräutertherapie wird
normalerweise eine Mischung von verschiedenen Kräuterextrakten gemäß dem
verordnetem Rezept in Pulverform zusammen mit einem Teelöffel Wasser
eingenommen. Im
Gegensatz zur traditionellen chinesischen Gewohnheit, nämlich dem Einnehmen
in Form abgekochtem, nicht besonders wohlschmeckendem Naturkräutertee, ist
der Geschmack in diesem Fall leichter zu akzeptieren. Außerdem spart man die
zweimalige Abkocharbeit pro Tag.
Die chinesische Medizin ist infolge der geringen
Nebenwirkungen insbesondere geeignet für die Behandlung von chronischen
Krankheiten. Neben Schmerzlinderung kann, z. B., auch bei den allergischen
Erkrankungen (wie Heuschnupfen, Ekzemen, Asthma), Nervenschwäche,
Verdauungsstörungen, Wechseljahresymptomen usw. geholfen werden. Die
chinesische Medizin dient in manchen Fällen auch als Ergänzung zur
Schulmedizin. In vielen großen chinesischen Krankenhäusern gibt es
Abteilungen von beiden medizinischen Richtungen, die eng zusammenarbeiten.
Ein gutes Beispiel: Es wird versucht, einem Krebspatienten nach der
Strahlen- oder Chemotherapie bzw. Operation, möglichst bald mit der
chinesischen Medizin auf die Beine zu helfen, damit seine Lebensqualität
verbessert und die Gefahr von Metastasen verringert werden kann. Noch ein
weiteres Beispiel: Eine rechtzeitige Behandlung mit Akupunktur kann etwa bei
einer Lähmungserscheinung nach Schlaganfall die anderen
Rehabilitationsmaßnahmen unterstützen und die Heilungschancen verbessern.
- Behandlungskosten
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Die Untersuchungs- bzw. die
Behandlungskosten und eventuell auch die Kräutermischungskosten werden im
allgemeinen von den privaten Krankenkassen oder von den privaten
Zusatzversicherung für die Heilpraktiker-Behandlung ganz oder bis zu einem
bestimmten Betrag übernommen.
Die aktuellen Kosten:
| Einmalige Untersuchung |
30 € |
| Akupunktur pro Sitzung |
45 € |
| Verschreibung eines neuen Kräuterrezeptes |
15 € |
| Bedarf an Kräuterextrakten pro Woche |
ca. 15-25 € |
Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und nicht zuletzt auch danach, wie die Patienten, insbesondere bei
Akupunktur, reagieren. Im Durchschnitt sind ca. 5 bis 10 Akupunktursitzungen und Einnahme von Kräutermischungen für mehrere Wochen erforderlich.
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